Ich will mein Leben ändern - jetzt!

Das große freundin-Thema — Zu viel Alltag, zu viel Routine. Zu wenig Zeit für Dinge, die einem wirklich wichtig sind. Oder einfach nur dieses diffuse Gefühl, dass irgendetwas nicht mehr stimmt mit dem eigenen Leben. Das große freundin-Thema für alle, die einen neuen Anfang wagen wollen

Trauen Sie sich, auch mal gegen den Strom zu schwimmen.

Trauen Sie sich, auch mal gegen den Strom zu schwimmen.

Kleiner Mutmacher für Neuanfänge
Eigentlich ist alles bestens, wäre da nicht diese leise Unzufriedenheit. Ein Gefühl, auf das Sie gut achten sollten. Vielleicht ist es ihr Wegweiser zum Glück.

Seelengrummeln. Es zwickt und zwackt an den Nähten des Alltags. Als wäre das eigene Leben ein Kleid, aus dem man rausgewachsen ist. Nur ein bisschen, sodass es unbequem wird. Irgendwas muss anders werden - aber was? Die plötzliche Unzufriedenheit - das Frühwarnsystem der Seele. Manchmal taucht sie aus dem Nichts auf, wenn alles scheinbar gut und geordnet ist. Wenn man sich ausruhen könnte auf einer Menge Lorbeeren; wenn die Beziehung zum Partner nicht unbedingt aufregend, aber stabil scheint; wenn die Steuererklärung gemacht, die nächsten Samstagabende verplant sind. Ruhe an der Front also - und genau deshalb der richtige Moment für die Seele, für ein bisschen Aufruhr zu sorgen. Weil man Zeit hat, ihr zuzuhören. Zeit, sein Leben ein bisschen zu überdenken. Zeit für die Frage: Was fehlt dir eigentlich? Zeit für Änderungen. Es ist nicht undankbar, das eigene Leben gerade in diesen Es-geht-mir-doch-gut-Phasen kritisch zu betrachten. Tatsächlich will es das Leben selbst nicht anders, denn der Störsender, die sporadische Unzufriedenheit, ist uns angeboren. Der Grund: pantarhei. So jedenfalls sagten die alten Griechen und meinten: Alles fließt, verändert sich unaufhörlich. Auch unser Inneres ist immer in Bewegung. Psychologen, Philosophen, Mediziner, Karriereberater sind überzeugt: Es gibt unterschiedliche Lebensphasen, und jede verlangt uns neue Rollen ab. Die Anthroposophen etwa sind überzeugt, dass wir alle sieben Jahre in eine neue Phase treten - mit allem, was dazugehört: neuen Aufgaben, neuen Fragen, neuen Antworten. Wie oft auch immer - wir häuten uns. Denn jede Erfahrung, jeder Mensch, den wir treffen, jeder Tag in der Arbeit, jede Reise, die wir machen, verändert uns ein bisschen. Wir verändern uns, wenn wir uns verlieben, wenn wir ein Kind kriegen, wenn wir neue Verantwortung übernehmen. Unsere Einstellungen verschieben sich oft unmerklich, während wir streiten, diskutieren, lesen. Dinge, die vorher unwichtig waren, bekommen eine Bedeutung - und was wir für unverzichtbar hielten, verliert womöglich seinen Wert.

Starr bleibt dagegen oft eines: Das Korsett unseres Alltags, die Routine. Das Fitness-Studio, in das man seit Jahren geht, der Job, wo sich auch schon seit Ewigkeiten nicht mehr viel bewegt, die Gewohnheit, jeden Sonntag mit den Schwiegereltern beim Kaffee zu sitzen. Lauter Puzzleteile unseres Lebens, die früher mal bestens zusammenpassten. Aber es irgendwann vielleicht nicht mehr tun. Die Seele spürt, wann es Zeit ist für eine Korrektur - und lässt es uns fühlen. Durch Grummeln, Zwicken, Zwacken.

Angst vor neuem
Jeder kennt das Gefühl. Aber viele können es nicht deuten. Schieben zum Beispiel ihre Gereiztheit auf den wachsenden Aktenstapel im Job, statt den wahren Grund darin zu suchen, dass sie sich einfach noch nicht aufgerafft haben, den Chef um eine Veränderung des Aufgabengebiets zu bitten. Andere schieben es einfach beiseite, selbst wenn sie spüren: Ich müsste etwas ändern. Weil Veränderungen Angst machen. Angst davor, ausgetretene, aber sattsam bekannte Wege zu unbekanntem Terrain zu verlaufen. "Ich will mich verändern" - dieser Satz bedeutet fast immer eine Umwälzung, einen neuen Job, eine neue Stadt, ein neues Haus. Dabei stellt nicht jede Veränderung automatisch das ganze Leben auf den Kopf. Das Rauchen aufgeben, spontan Sommerurlaub in den Bergen buchen statt wie üblich an die Nordsee zu fahren, den Englischkurs an der Volkshochschule dranzugeben und stattdessen Japanisch zu lernen. Etwas aufgeben und dafür an anderer Stelle etwas gewinnen.

Wenig bringt viel
Manchmal tun es sogar noch kleinere Schritte. Die Wohnung umdekorieren, Möbel umstellen und alles, was rumsteht, einer gründlichen Musterung unterziehen: Mag man die Vase wirklich, oder steht sie nur dort, weil Tante Gisela sie einem geschenkt hat? Sogar Ausmisten kann das Leben verändern: loslassen, den Kopf freimachen für andere Gedanken, neue Ideen. Was zählt, ist, der Routine zu entfliehen und sich neuen Erfahrungen auszusetzen. Der Aufbruch selbst ist oft schon ein Kick: Weil er mit dem großartigen "I did it!"- Gefühl belohnt wird: Ich habe mich aufgerafft, ich habe es geschafft. Man spürt sich anders, fühlt sich lebendiger.
Es lohnt sich allemal, das sanfte Zurechtzupfen des Kleides, das wir Leben nennen - nur leider kommen wir über die guten Vorsätze oft nicht hinaus. Weil Veränderungen anfangs oft weh tun; sie bedeuten ja automatisch auch Abschied. Von einer Zeit, die hinter uns liegt; von einem Menschen, dem man einst etwas zu sagen hatte, von Dingen, die einem wichtig waren, einer Routine, an die man sich gewöhnt hatte. Kleiner Mutmacher für alle, die sich aus der Routine nicht rauswagen, die fürchten, einen guten Vorsatz nicht durchzuhalten oder mit ihrem Schritt ins Ungewisse zu scheitern: Wenn die Seele das Signal gibt, dass es Zeit ist für ein paar Kurswechsel, hat sie meistens auch die Kraft dazu, sie durchzuziehen.
Manche Dinge allerdings lassen sich beim besten Willen nicht ändern. Etwa dass der Typ, auf den man scharf ist, leider so gar kein Interesse zeigt. Ändern kann man aber seine eigene Einstellung dazu - sich nicht zum x-ten Male einen Korb einfangen beim Versuch, ihn anzuflirten, sondern das Thema abhaken und auch mal wieder in andere Männergesichter schauen. Eine Kursänderung gedanklicher Art - warum nicht? Und Achtung: Das Seelengrummeln zeigt nur an, dass es Zeit ist, über eine Änderung nachzudenken; als kleiner Check-up fürs eigene Leben. Auf Biegen und Brechen geht gar nichts, und dem bloßen Impuls "Das probiere ich jetzt mal!" nachzugeben, bringt möglicherweise nur Frust; wer seine Wohnung einfach nicht mehr sehen kann und überstürzt kündigt, hat das Signal der Seele nicht richtig verstanden. Stattdessen ist er vielleicht besser bedient, erst mal in seinen eigenen vier Wänden zu sehen, was sich verändern lässt - mit frischen Farben, einem neuen Möbelstück.

Was passt zu mir?
Gerade größere Veränderungen dürfen keine puren Frusttaten sein, sondern sollten überlegt sein. Nicht alles ist möglich und passt ins eigene Leben. Wer gerade deprimiert ist, weil er beim Klavierüben ein paar Takte nicht hinkriegt, wechselt ja auch nicht gleich das Instrument. Umgekehrt hören wir vielleicht, was andere Tolles auf die Beine stellen, lesen von Wahnsinnsreisen, Superjobs und ehrgeizigen Projekten und glauben, unser Leben sofort genauso aufregend gestalten zu müssen. Das Gefühl, dass jetzt und gleich etwas Neues her muss, ist gefährlich. Nicht selten ist es übrigens die Ouvertüre für einen satten Kaufrausch. Manchmal ergibt der Check-up übrigens auch, dass man mit dem Bewährten eigentlich ganz gut weiterleben kann: Klar, manchmal geht mir die Kochwut meines Liebsten auf die Nerven, aber eigentlich kann ich mich freuen, dass ich nicht selbst an den Herd muss. Sicher, meine Kollegin ist grauenvoll, aber deshalb den guten Job an den Nagel zu hängen, macht mich nicht zufriedener. Wer seine Kurswechsel groß ankündigt und bei Freunden und Familie auf lange Gesichter stößt, sollte wissen: Veränderungen verwirren auch die Menschen, die nicht direkt davon betroffen sind. Weil sich die Tochter/Partnerin/ Kollegin/Freundin plötzlich anders verhält, als man es von ihr gewohnt ist; weil sie sich traut, die Sicherheitszonen zu verlassen. Das schafft Unsicherheit - bei allen, die sich das nicht trauen, die lieber nach dem Grundsatz leben: "Alles muss bleiben, wie es ist."

Das Seelengrummeln ist wieder da? Freuen Sie sich: Ihre Seele hat Ihnen was zu sagen, die Zeit ist reif. Wofür, muss jeder für sich herausfinden. Stillstand jedenfalls ist Rückschritt.
Im Arbeitszimmer des Coachs und Autors Horst Conen hängt ein kleines Bild: "Leben heißt immer wieder durch neue Räume gehen", steht darauf. Nicht immer ein Spaziergang, manchmal auch eine Kletterpartie. Aber immer eine Bewegung nach vorn.


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