7 Wahrheiten über Zecken

Die Zeckensaison hat begonnen, und auf Waldwegen lauern die Viecher besonders gern. Kein Grund zur Panik, aber eine gute Gelegenheit, die Fakten zu checken. Plus: So schützen Sie sich

Zecken lauern am liebsten an Waldwegen – auf Gräsern oder in Büschen

Zecken lauern am liebsten an Waldwegen – auf Gräsern oder in Büschen

1. Gefährliche Zecken gibt's nicht nur im Süden

Experten schätzen, dass in Norddeutschland etwa jede zehnte und in Mittel- und Süddeutschland sogar jede dritte Zecke den gefürchteten Borrelioseerreger in sich trägt.
Einen hundertprozentigen Schutz gegen die Infektion, bei der sich Bakterien im gesamten Organismus festsetzen und Organe, Nerven und Gelenke schädigen können, gibt es nicht (siehe unten „Impfen hilft nicht immer“). Mit der Hirnhautentzündung, auch Frühsommer-Meningoenzephalitis (FSME) genannt, kann man sich dagegen nur in bestimmten Risikogebieten infi zieren – dazu zählen in Deutschland u. a. Baden-Württemberg und Teile Bayerns (Karte unter zecken.de).
Aufgrund der Klimaveränderung dehnt sich das FSME-Gebiet allerdings immer weiter in Richtung Norden aus. Übrigens: Nicht überall in Europa herrscht FSMEAlarm. Während im Osten zahlreiche Länder betroffen sind, besteht im Norden (Ausnahme: die südlichen Küsten Schwedens), Westen und Süden kaum Gefahr.

Wann Sie zum Arzt müssen, sagen wir Ihnen hier.

2. Zecken fallen nicht von Bäumen

„Am liebsten lauern sie auf Gräsern oder in Büschen bis zu einer Höhe von 1,20 Metern“, so Dr. Carsten Nicolaus, Allgemeinmediziner von der BCA-Klinik in Augbsurg, die auf von Zecken übertragene Krankheiten spezialisiert ist. „Weil sich die Parasiten (eine Milbenart) vom Blut von Tieren und Menschen ernähren, findet man sie vor allem dort, wo sich ihre Nahrungsquellen, also Igel, Hasen, Mäuse oder Vögel, aufhalten.“ Sogar beim Relaxen auf einer Parkbank (die häufig auch Krähen zum Landen nutzen) kann man von einer Zecke gestochen werden.

3. Haustiere können Zecken übertragen

Um das zu verhindern, sollten Sie Hunde und Katzen mit Antiparasitika vor den Blutsaugern schützen. Tierärztin Dr. Tina Kempf vom Zentrum für Kleintiermedizin in München rät zu seinem sogenannten Spot-on-Präparat (z.B. „Advantage“): „Dieses wird zwischen die Schultern des Tieres geträufelt, das Mittel breitet sich anschließend über die Drüsen im ganzen Körper aus.
Die Zecken mögen den Geruch nicht. Eine Behandlung hält etwa 4 Wochen.“ Damit verringert sich auch die Gefahr, dass Hunde an Borreliose erkranken. Katzen scheinen gegen die Krankheit immun zu sein, und FSME kommt bei Haustieren äußerst selten vor. Entfernen Sie die Blutsauger dennoch immer direkt mit einer speziellen Zange (siehe unten). Da Zecken zäh sind: am besten in 40-prozentigem Alkohol ertränken oder mit einem Glas zerdrücken. Dabei die Zecke zwischen ein Papier legen, damit Sie nicht mit den ansteckenden Körperfl üssigkeiten in Kontakt kommen.

4. Zecken muss man schnell entfernen

„Je länger sie saugen, desto höher ist das Risiko, dass sie eine Krankheit übertragen“, sagt Dr. Nicolaus. Am besten suchen Sie Ihren Körper abends ab. Zecken brauchen etwa drei Stunden, bis sie eine Stelle mit dünner Haut zum Zustechen gefunden haben. In der Zeit kann man sie noch abduschen.
Falls eine bereits festsitzt: Packen Sie die Zecke hautnah am Kopf mit einer spitzen Pinzette, Zeckenzange oder -schlinge (Apotheke, ab 3 Euro) und ziehen Sie sie gerade und vorsichtig raus. Wichtig: nicht quetschen und weder Nagellack noch Öl auf das Tier auftragen, sonst gibt es die Erreger erst recht ab. Achten Sie darauf, dass der Kopf nicht in der Haut geblieben ist – er ist weiterhin ansteckend –, sonst muss ihn der Arzt entfernen. Am Schluss sollten Sie die Stelle desinfizieren.

Hoopla! Wer diese Eigenschaft hat, wird besonders oft von Mücken gestochen.

5. Ein Zeckenstich ist kein Grund zur Panik

Fakt ist: Jede dritte Zecke trägt Borrelien in sich, höchstens eine von 100 ist mit FSME infiziert. „Doch längst nicht jeder Kontakt mit einer infizierten Zecke löst die Krankheiten aus“, weiß Dr. Nicolaus. „Nur 10 bis 30 Prozent der Betroffenen entwickeln danach eine FSME, und nur 5 Prozent bekommen nach einem Zeckenstich Borreliose.“ Die Erfahrung des Mediziners: „Häufig wird das Immunsystem alleine mit den Erregern fertig.“ Während Kinder eine FSME-Infektion oft, ohne Symptome zu zeigen, verkraften, erkranken Menschen ab 50 häufiger daran. Also: Lassen Sie sich impfen!

6. Häufig bemerkt man den Zeckenstich garnicht

Etwa 60 Prozent aller Zeckenstiche bleiben unentdeckt. Selbst der für eine Borrelieninfektion typische Kreis an der Einstichstelle tritt nur bei 50 Prozent der Betroffenen auf, und das oft erst bis zu zwei Wochen nach dem Stich – manche bekommen noch nicht mal die grippeähnlichen Symptome. Das kann zum Problem werden: Die Borrelien können lange im Körper schlummern, bevor sie sich durch diffuse Anzeichen wie Müdigkeit, Gelenk- oder Kopfschmerzen und Lähmungen bemerkbar machen. Mitunter beginnt für Patienten dann eine Odyssee von Arzt zu Arzt, bis die Ursache gefunden wird. Bei unspezifischen Symptomen sollte man deshalb stets auch an Borreliose denken. Wird sie mithilfe eines Bluttests erkannt, kann man sie in der Regel mit den gängigen Antibiotika ohne Komplikationen in vier bis sechs Wochen heilen. Die FSME beginnt häufig zwischen dem 6. und 10. Tag nach dem Zeckenstich mit hohem Fieber und grippeähnlichen Symptomen. Nur diese kann man mit Schmerzmitteln lindern, den Erreger muss der Körper selbst bekämpfen.

7. Impfen hilft nicht immer

Gegen die häufiger vorkommende Borreliose gibt es tatsächlich keine Impfung, gegen FSME ist dagegen ein wirksamer Schutz verfügbar. Daher raten Ärzte allen, die in einem FSME-Risikogebiet wohnen, sich impfen zu lassen. Dann übernimmt die Kasse sogar die Kosten. Für die Immunisierung sind drei Termine notwendig, nach der zweiten Spritze (frühestens nach sechs Wochen) sind Sie geschützt. Seltene Nebenwirkungen: Kopf- und Gliederschmerzen nach der ersten Impfung.

SO KÖNNEN SIE SICH SCHÜTZEN
● Tragen Sie langärmelige T-Shirts, feste Schuhe und Hosen. Am besten stecken Sie die Enden in Strümpfe, dann kommen die Zecken nicht über die Beine an den Körper.
● Besprühen Sie Haut und auch Kleidung mit Antizeckenmitteln (z.B. von Autan, Anti Brumm). Zecken haben keine Augen und nehmen uns nur über den Geruch wahr – sagt ihnen der nicht zu, bleiben sie fern. Der Schutz hält bis zu sechs Stunden.
● Suchen Sie nach einem Tag in der Natur Ihren Körper ab. Zecken mögen besonders gern die weichen Stellen, beispielsweise zwischen den Zehen, in den Kniekehlen, am Hals, unter den Achseln, in der Armbeuge und in der Leiste.

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